Samstag, 28. Februar 2009

Donnerstag, 26. Februar 2009

Mittwoch, 25. Februar 2009

ca.2,5cent

In der Hoffnung auf Geldmehrung warfen Münchens Bürger bereits Anfang des 15. Jahrhunderts am Aschermittwoch Münzen in den Fischbrunnen auf dem Marienplatz. Erfolg aber meistens negativ.

Freitag, 20. Februar 2009

leporello

Dies ist ein Leporello. Es hat magische Fähigkeiten, ein Medium der Weissagung. Buchstabiert man es rückwärts und liest das Wort, dann weiß man, warum ein deutscher Autobauer in der Krise steckt.

Dienstag, 17. Februar 2009

holga

Das ist eine Holga, eine Mittelformat-Kamera aus Honkong, aus leichtem Kunststoff gefertigt, auch die Linse, kaum Funktionen und die Ergebnisse immer abenteuerlich. Ich hatte sie mir für fünf Euro fabrikneu gekauft und sie mit einem längst abgelaufenen Farbfilm getestet.Hier die Ergebnisse. Einmal ein Selbstporträt in die Autoscheibe hinein fotografiert und einmal mein alter Volvo. Das Helle an der Seite der Bilder ist Licht vom Lichteinfall in die Kamera, denn der ist garantiert.
Hier geht es zu einem amüsant geschriebenen professionellen Kameratest.

Montag, 16. Februar 2009

Sonntag, 15. Februar 2009

ein paar worte zu einem film

Ich bin ein großer Filmfreund und ich bin eigentlich immer gnädig mit den Filmen. Doch, das bin ich. Wenn ich mit Freunden gemeinsam aus dem Kino komme und die meisten voll der Kritik und Empörung sind, dann sage ich meistens: „Wieso, das war halt die Sichtweise des Filmers, man muss sich darauf einlassen.“ Deswegen gehe ich ins Kino. Um mich auf die Sicht- und Erzählweise anderer einzulassen. Ich mag das. Ganz selten nur, da macht mir der Film es sehr schwer.
Ich schaue mir lieber die kleinen Filme an, denen es gelingt mit wenig Mitteln viel zu sagen. Ich falle eigentlich selten auf groß beworbene Filme herein. Aber in diesem Fall hat mich der Trailer mit irgendwas überzeugt. Im Nachhinein glaube ich, es war das Motorrad, auf dem die Protagonisten kurz durchs Bild fahren, eine alte Triumph, ich vermute mal, eine Bonneville. Das schönste Motorrad überhaupt. Bei diesem Anblick geht mir das Herz auf. Englisches Motorraddesign in höchster Form. Nun also: Ich gehe mit Feunden in `Der seltsame Fall des Benjamin Button.´ Ich bin früh dran und stehe in der Schlange für die reservierten Karten. Als ich an der Reihe bin, sage ich, dass ich die Karten auf die Nummer 143 abholen möchte. „Fünfmal Benjamin Blümchen!!!!!!!“, plärrt es mir durch das perforierte Plexiglas entgegen, in einer Lautstärke, dass mein Gehör 50 plus einen knisternden Tanz mit den Frequenzen aufführt. Ich schmunzle zurückhaltend, als mich die Stimme mit gleicher Botschaft wieder in den Ohrenschmerz hüllt, damit auch der letzte in der wartenden Reihe mitbekommt, dass hier jemand im Glaskasten sitzt, der es mit dem Humor der witzigsten Drehbuchschreiber aufnehmen kann.
Ein innerer Impuls ist es, der meinem Arm ein Eigenleben verpasst. Ich sehe zu, wie sich meine Hand in Richtung Sprechglas bewegt, sich in eine Vielzahl von Strängen auflöst und durch die Perforation greift. Mit der neuen Computeranimation geht so was heutzutage im Kino ganz einfach, das gehört zum Standard. Ich packe den Komiker am Schlafittchen und ziehe ihn zu mir ran. Seine Wangen drücken sich in kleinen Noppen durch die Perforation. „Das machst du jetzt nicht noch einmal.“, zische ich.
Wenig später hab ich Platz genommen, lass viele Trailer an mir vorüberziehen bis endlich der Film beginnt. Nach wenigen Minuten wird mir klar, dass ich in einem Exemplar Film sitze, dessen Handlung durch eine Erzählstimme immer wieder vorangetrieben wird, bzw. sollte. Ich mag so was nicht und schon gar nicht, wenn die Stimme in einem schleppenden Ton gehalten ist, mit einer zur Schau gestellten Ernsthaftigkeit .
Wozu die Stimme? Nun, um eine banale Lebensweisheit an die andere zu reihen, mit dem Bestreben, so wenig wie möglich Inhalt in die Sätze zu legen, weil es ja noch die Bilder gibt, die auch nichts erzählen dürfen. Aber zeigen dürfen sie. Wir sehen einen Hauptdarsteller der für den Oscar nominiert ist, für sein Geschick 180 Minuten mit immer dem gleichen leeren Gesichtsausdruck hinter sich zu bringen, wobei ihm die Maske sehr zustatten kommt, die ihm über die Hälfte des Films einen Eimer Papiermaché ins Gesicht gekleistert hat. Was die Maske an Unkenntlichmachung nicht geschafft hat, gelingt heutzutage freilich der Computeranimation. Statur, Gang, Habitus, nichts erinnert mehr an Brad Pitt. Die Geschichte nimmt ihren Lauf, banale Lebensweisheit reiht sich an banale Lebensweisheit, Bilder, denen man nicht vertraut, werden ohne Pardon mit der Erzählstimme unterlegt, damit man versteht, dass es im Leben Menschen gibt, die Taxifahrer werden, manche zum Ballett möchten, andere Pförtner werden oder Knopffabriken, oder aber auch Synchronsprecherin, der man von der Maske übrig gebliebenes Papiermaché in den Mund gestopft hat, damit sich irgendetwas an der Stimme anhört, als gehöre sie zu einer alten Frau. Ich weiß nicht wie, aber ich schaffe die 3 Stunden eines Filmes, der mit ach so viel Aufwand versucht mein Herz zu erwärmen, mich dabei kalt lässt wie selten etwas. Selbst die Triumph Bonneville, diese Öl- und Benzin atmende Stilikone der Zweiradtechnik wirkt trostlos computeranimiert.
Als ich aus dem Kino gehe, ist der Mann im Glaskasten nicht mehr da. Schade eigentlich, ich wollte mich bei ihm entschuldigen. Er hatte ja so Recht.

Donnerstag, 12. Februar 2009

immer noch winter

Ich finde ja, das müsste nicht mehr sein. Aber ich denke: "Na gut, dann schnappe ich mir halt meine fantastische, kleine,so universell einsetzbare, in guter Qualität aufnehmende, handliche, hochauflösende, mit vielen Funktionen ausgestattete,gut in der Hand liegende,keine Wünsche offen lassende, sehr gut verarbeitete, mit einer guten Linse bestückte, überall unterzubringende, erstaunlich professionell arbeitende und endlich in meinem Besitz befindliche Lumix Panasonic DMC-T25, gehe hinaus und mache ein paar Aufnahmen, die trotz Farbmodus auf Grund der Bedingungen zum Großteil wie S/W Bilder anmuten.



Mittwoch, 11. Februar 2009

rechtzeitig zur berlinale fertig geworden

Der Kurzfilm: Trabant im Schein der blinkenden Fahrradrückleuchte

Dienstag, 10. Februar 2009

Samstag, 7. Februar 2009

jurassic-pasing


An der Landsbergerstr. in München-Pasing kann man Schnäppchen für die Vorgärten erstehen. Die Skulpturen allerdings sind so überdimensioniert, dass nicht nur die Gartenzwerge das Feld räumen müssten.

Donnerstag, 5. Februar 2009

die gesetze des marktes

Zwei Einträge vorher noch war ich ein hochgehandelter Raritätenautor. Und wie sieht es heute aus? Kaum löst Obama sein Wahlversprechen ein und sichert armen Kindern eine Krankenversicherung zu, fallen hier drastisch die Preise von Kinder- und Jugendbüchern im modernen Antiquariat. Gibt es da einen Zusammenhang? Der Markt ist einfach unüberschaubar.

Montag, 2. Februar 2009

synchronwachstum

Jim und Baum 1990 und 2008

Sonntag, 1. Februar 2009

schon immer stilbewusst

Daniel 1990 und 2009

Freitag, 30. Januar 2009

zweihunderteinundfünfzigfünfundzwanzig

Auf Amazon wird ein altes kleines Taschenbüchlein von mir `Mit Vollgas in die Kurve´ zu einem sensationellen Preis gehandelt. Ein Schnäppchen, bei dem man sicherlich nicht Nein sagen kann. Andere Bücher bekommt man übrigens schon für 00,01 €.

Sonntag, 25. Januar 2009

noch ein neues buch


In `Mein Leben in Kaffcity´ begegnen wir wieder Julian und seinen Freunden aus `Fußball ist nicht alles´. Julian ist immer noch in Philippa verliebt und überlegt sich mal wieder eine neue Strategie. Um ihr Herz zu gewinnen versucht er sich unter anderem als Hundeflüsterer und hofft auf eine gemeinsame Segelpartie mit seiner Angebeteten. Um so ärgerlicher, dass Philippas Hund sich nicht richtig `beflüstern´ lässt und dass eine gewisse Gerdi bei ihm im Boot sitzt und sich ängstlich an den Mast klammert.
Martin hebt nicht mehr soviel Gewichte, entdeckt für sich aber das Kochen und glaubt ein zweiter Jamie Oliver zu sein. Diesen Glauben teilt er mit sonst niemandem. Nebenbei ist auch Martin verliebt.
Das Busunternehmen von Julians Eltern bekommt einen Aushilfsfahrer, den die Frauenwelt anschwärmt. Schließlich verliebt sich auch Julians Tante in ihn.
Julians Freund Benny kommt aus der Großstadt zu Besuch. Ohne es zu wollen kommt er Julian in seinen Bemühungen um Philippa in die Quere.
Eine große Party soll für Klarheit sorgen. Schließlich hat Julian auch einen Trumpf in der Tasche.
Die Liebesgedichte von Martin. Wird das ausreichen?
Kann man alles in diesem Band nachlesen.
Die wunderbare Umschlaggestaltung stammt übrigens von Jörg Mühle aus dem Hause `Laborproben´.

Montag, 19. Januar 2009

Samstag, 17. Januar 2009

Neues Buch

Links die `Ur-Nelly´ und rechts die soeben erschienene Fortsetzung "Nelly und der Piratenschatz". Hier geht es um eine mysteriöse tätowierte Schatzkarte, und es geht wieder um den Einarmigen Zoran, es geht um den Wilden Jim und seine ungeschickte Mannschaft und natürlich geht es um Nelly, die unbedingt den Schatz finden will. So sticht die `Tuttan´ in See zu neuen Abenteuern.
Mit Illustrationen von Patrick und Frauke Wirbeleit.

Freitag, 16. Januar 2009

die rückreise

Meine Heimreise von Berlin war nicht weiter der Rede wert. Sie war wie Reisen im Zug heutzutage so sind.
Das Abteil war nicht sonderlich voll. Die Menschen verteilten sich auf die einzelnen Plätze, wo sie sich dann ungestört ihren elektronischen Teilchen widmen konnten. Kaum saßen sie, hatten die meisten auch schon ein kleines Gebilde am Ohr.
Sie ließen wissen, dass sie ihm Zug wären. Ein Kind zwei Reihen weiter weinte erst, bevor es anfing zu lachen.
Ein Mensch asiatischer Abstammung vor mir sagte laut in sein Mobilteil: "踏み切りを渡る山車をはじめて見た瞬間でした。線路!"
Ich versuchte mein Buch zu lesen. "Die Sahelzone ist ein Streifen semiarides Land, das Westafrika wie ein Hosenbund gürtet und sich von der Atlantikküste im Westen bis zum Tschadsee im Osten erstreckt." Der Satz stammt aus `Wassermusik´von T.C.Boyle.
Das Kind zwei Reihen vor mir lachte laut. Hinter mir erklärte ein großer massiger Mann mit schwerem Schnaufen, dass die verkommenen Matrazen in der Wohnung gefälligst zu entsorgen seien, sonst würde die Kaution nicht zurück gezahlt.
"踏み切りを渡る山車をはじめて見た瞬間でした。線路の上か!", brüllte der Asiate in sein Handy.
"Die Sahelzone ist ein Streifen semiarides Land, das Westafrika wie ein Hosenbund gürtet und sich von der Atlantikküste im Westen bis zum Tschadsee im Osten erstreckt."
Das Kind zwei Reihen vor mir weinte nun wieder.
Die Matrazen wollten immer noch nicht entsorgt werden. "Hören Sie, wenn die alten Dinger da nicht augenblicklich rauskommen, dann können Sie die Kaution vergessen! Wie? Sie drohen mir? Na gut! Wir werden sehen!"
Der Asiate meinte in einer Lautstärke, als steckte er zu Fuß mitten im Saigoner Berufsverkehr:"したら、近くの警察官に怒られたのも、いい思い出です!!!!"
Das Kind lachte nun.
Das Gespräch, das die Matrazen zum Inhalt hatte, war beendet. Das Schnaufen des Mannes hinter mir nicht.
Ich las:"Die Sahelzone ist ein Streifen semiarides Land, das Westafrika wie ein Hosenbund gürtet und sich von der Atlantikküste im Westen bis zum Tschadsee im Osten erstreckt."
" 踏み切りを渡る山車をはじめて見た瞬間でした。線路の上から、撮影しようとしたら、近くの警察官に怒られたのも、いい思い出です。",meinte der Asiate.
Das Kind lachte immer noch, nanu?
"Die Sahelzone ist ein Streifen semiarides Land!", las ich, hielt inne und lauschte dem Asiaten.
" 踏み切りを渡る山車をはじめて見た瞬間でした。線路の上から、撮影しようとしたら、近くの警察官に怒られたのも、いい思い出です。"
Ich gab auf, schloss das Buch und schaute mir Deutschland an, das außerhalb des Zuges wie alles andere als ein Hosenbund unter Schnee lag und im Abendlicht an mir vorbeisauste. Das Kind lachte. Immerhin.

Donnerstag, 15. Januar 2009

Dienstag, 13. Januar 2009

was berlin zu bieten hat

Die Fruchtfliege in der Volksbühne!
Die Eisscholle auf der Spree!
Und die Rückseite des Kanzleramtes. Die ist ca. 20 cm breit.

Sonntag, 11. Januar 2009

aus aktuellem anlass: berlin 09


Privatkonzert von Ida-Marie Corell (Lleroc)
Musik/Text:Ida-Marie Corell

Donnerstag, 8. Januar 2009

aus aktuellem anlass: hundstage

Wikipedia sagt: Als Hundstage werden umgangssprachlich in Europa die heißen Tage im Sommer, in der Zeit vom 23. Juli bis zum 23. August, bezeichnet.

Mittwoch, 7. Januar 2009

ein ding und seine geschichte

Hin und wieder guckt ein Autor schon mal bei Amazon nach seinen Werken. Was die dort so treiben. Und bei meinem Buch `Der kleine Hinz´ tut sich ja leider nicht sehr viel, aber dennoch...Dort steht: Kunden, die dieses Buch gekauft haben, bestellten auch: ja, und dann ist dort ein kleiner Hubschrauber abgebildet mit erstaunlich vielen und guten Kundenbewertungen. Nicht sehr teuer. Ich hatte 2 für Weihnachten geordert, einen für meinen älteren Bruder, der allerdings nicht mehr ganz Kind ist, dennoch, er war begeistert. Hätten wir das mal in unserer Kindheit gehabt, als wir mit kurzen Kabeln pseudoferngesteuerten Blechautos hinterher spaziert sind. Was aber auch abenteuerlich war. Und einen habe ich für meinen Sohn geordert, auch nicht mehr Kind und auch begeistert. Da der Schenker auch begeistert war, hat er sich dann auch noch einen bestellt. Hier ein aufwändig produzierter Werbefilm. Regie, Kamera, Helikoptersteuerung, Catering, alles ich. Schließlich bin ich Multitalent.

Und toller Nebeneffekt für Ateliersbewohner in kalten Tagen wie diesen, in denen man für die oberen Eineinhalb Meter heizt, während sich in Bodennähe ja immer gerne der Frost durchsetzen möchte. Der Helikopter steigt auf und schickt mit seinen quirligen Propellern die warme Luft nach unten, verteilt sie so gerecht im Raum. So ist es quasi für den Künstler eine lebenswichtige Notwendigkeit einen kleinen ferngesteuerten Helikopter durchs Atelier zu steuern. Und dieses Ding ist wirklich erstaunlich. Nicht viel größer wie eine Libelle mit ziemlich ähnlichen Ungeschicklichkeiten, wenn er mal einer Wand zu nahe kommt. Also eine Empfehlung: kauft euch alle das Doppelpack bei Amazon. Einmal `Der kleine Hinz´ und dann den Helikopter. Hier der Link.

der zauber der atlantikküste

Dienstag, 6. Januar 2009

Freitag, 2. Januar 2009

`ich habe caroline von monaco geliebt´...

...So heißt eine leider schon vergriffene Kurzgeschichte von mir und handelt von der Jugend. Sie beginnt mit dem besten ersten Satz, der mir nach meiner Ansicht bisher gelungen ist. Er lautet: `Im Frühjahr 1971 trug ich einen türkisfarbenen Strickpulover aus einer strapazierfähigen Polyesterfaser.´ Und in der Geschichte heißt es einmal: `Die meiste Zeit verbrachte ich im Wohnzimmersessel und blätterte in der `HÖR ZU´oder in der `Bunten´ auf der Suche nach Fotos von Prinzessin Caroline von Monaco , deren Schönheit nun immer öfter in den Zeitschriften zu bewundern war.´
Den Schauplatz dieser zügellos ausgelebten Jugend hatte meine Schwester Brigitte Corell mit vierzehn Jahren in einem wie ich finde sensationell guten Gemälde festgehalten.Der Wohnzimmersessel stand hinter der schmalen, auf dem Bild verschlossenen Terrassentür, durch Stores mit Bedacht vor unerwünschten Blicken abgeschirmt, obwohl eine dichte Thujahecke den Garten umschloss. So war das früher und viel ist seither geschehen. Caroline hat nicht mich, sondern jemand anderen geheiratet, der seine Zügellosigkeit dadurch auslebt, dass er schon mal gegen eine Pavillonwand pinkelt. Und das abgebildete Haus; es ist umgebaut. So ist das Leben.