Sonntag, 6. Mai 2012

die auster, das mehrwegessen

In `Breaking Bad´, einer sehr guten amerikanischen Serie, sagt der Schwager des Helden, als er seine Frau und Schwägerin beim Austernessen überrascht: "So, eintausend Meilen von der nächsten Küste entfernt und ihr esst Austern, na wohl bekommt´s!" Hier oben der Ausblick, als ich die Austern gegessen hatte. Und hier unten der Ausblick ein paar Stunden später, als die Austern quasi als Überraschungsdessert einen anderen Weg genommen haben, um noch mal den Gaumen zu passieren. Es freut mich, dass ich bei der Gelegenheit ein klein wenig auch das Interior unseres RV´s
vorstellen kann...

Es wundert mich eigentlich und enttäuscht mich ein wenig. Denn ich hätte schwören können, dass Las Vegas eine Küste hat, denn Las Vegas hat alles. Wirklich alles, alles alles alles. Übrigens war nur meine Auster rebellisch. Die Auster von Sylvia war ein Genuss.

als bayer im brycecanyon

Der Platz für ein RV (Recreation Vehicle) auf einem Campground ist immer lauschig in Amerika, wie dieser Blogeintrag beweist. Nicht immer lauschig ist es, wenn man in Amerika eines der Naturwunder ansehen will. Will man die Faszination Brycecanyon ohne Japanische Touristen ablichten, muss man schon sehr nah ran gehen an die rote Wand...
Nach der Begehung des roten bizarren Steines, dann schnell nach Las Vegas zum nicht minder lauschigen Campground und zu einer nicht minder roten Wand. Diese Wand ist keine Nachahmung des Brycecanyon, was nicht heißt, dass die Amerikaner das hier nicht könnten. Die können alles hier im Irrsinn Las Vegas.

Freitag, 4. Mai 2012

barfuß in utah

MonumenTal, dieses Valley. Obwohl ich glaube, dass die Indianer es sich leicht machen. Sie schneiden aus dunklem Karton, die Motive aus und stellen sie als Kulisse aufs Dach oder in die Landschaft. Näher ran kann man nicht, das verhindert ein Held, dessen Geburtshaus ich nun auch schon kenne...
Vorher noch kurz barfuß durch Utah gelaufen, während es in Colorado noch recht zapfig war. Und das ganze zeitgleich. Geht auch nur in USA.

Donnerstag, 3. Mai 2012

gestern in ridgeway...

...sah etwas ziemlich `poor´ aus.

die tiere

Öffnet man am Morgen in Colorado die Tür, wartet schon jemand auf das Frühstück. Große wilde Tiere überall. Um zu wissen, wie man sich verhalten soll, gibt es solche Hinweisschilder...
Bei Bären gilt mit Kochgeschirr klappern, dem Tier nie den Rücken zudrehen und mit den Armen rudern, um sich größer zu machen. Ist man in Colorado also unterwegs, ist es ratsam, obige Regeln zu befolgen. Störend erweist es sich aber, wenn man sich auf diese Art schützend ein Restaurant betritt. Man wird aber freundlich darauf aufmerksam gemacht, dass in der Küche reichlich Geschirr vorhanden sei und sein eigenes nicht mit zu bringen braucht.

landschaften

Zwei Tage kein wireless dafür aber wildness, in diesem Fall Colorado. Um das zu bewerkstelligen muss man Anlagen wie oben täglich ca 100 Dollar überantworten, dann bleibt das Auto betriebsbereit und gut gelaunt und erspart uns, das Land zu bereisen, wie es die Urväter getan haben. Ein Bild, das es zu meinem Erstaunen heute noch gibt, wie ein Standfoto aus einem Western...
(Foto by Sylvia)
Wir fahren also auf diesen Straßen, die zum Horizont führen, um dort längst noch nicht zu enden. Drei Tage war ich keine Kurven gefahren, bis Colorado, mich daran erinnerte, dass das Rund, das meine Hände umklammerten, nicht allein zum festhalten gedacht ist. Colorado hat Berge, und die Straßen, die dort hoch führen, machen Kurven.
Hätte man es eilig, wieder nach unten zu kommen, könnte man mancherorts den freien Fall wählen, wie zum Beispiel das folgende Bild zeigt, das am Black Canyon aufgenommen worden ist.


Canyons, Schluchten, Berge, Sanddünen, ständig ändert sich die Landschaft. Sanddünen? Man weiß schon gar nicht mehr auf welchem Kontinent man ist, wie gut, dass es dann Campgrounds gibt, wo man zur Ruhe kommt, um zu verarbeiten, was man da alles gesehen hat.
Bisher dachte ich immer, er wäre damals mit seinem Porsche verunglückt. Als ich aber in den Kühlregalen folgendes Bild machte, da stockte mir den Atem. Nie hätte ich diese Art der Weiterverabeitung für möglch gehalten...

Montag, 30. April 2012

neulich in dodge city

 Unknown Cowboy
 Unknown Grill
Unknown Hydrant

die kleine beerkunde

Es ist nicht einfach, hier Bier zu finden. Den Amerikanern gelingt es so gut wie immer aus den Produkten das signifikante zu entfernen, Kaffee Swiss double mocca ist entkoffeiniert mit Milch und Schoko, schmeckt wie Kakao, das Bier ist so gut wie immer light. Lange hat es gedauert, bis ich meinen favorite gefunden habe.Hier ist es. Das Bier trinke ich schließlich auch zuhause immer.

Sonntag, 29. April 2012

episode sylvia

Sylvia sagt: " Hey, da gibt es einen Ort, der Sylvia heißt! Da möchte ich hin."
Ich sage. "Okay Sylvia, fahren wir nach Sylvia." Wir fahren nach Sylvia, der Ort heißt Sylvia und eine Straße heißt Sylvia. Sylvia sagt: "Da heißt sogar eine Straße Sylvia." Ich sage: "Ja, Sylvia, der Ort heißt Sylvia und auch eine Straße heißt Sylvia. Und hier, auch das Postoffice heißt Sylvia."
Während Sylvia aussteigt, um Sylvia zu fotografieren, fotografiere ich meine typischen Amerikamotive.  Der Ort ist menschenleer, plötzlich lösen sich zwei Gestalten aus den Umrissen von Gebäuden und steuern auf mich zu. Sie sind weiblich und sagen: " Häääääääy määäääääään! äääääävrithing ohhhhhhlriiiiiiighhhhhht?" Ich bemerke, dass die Damen keine Zähne mehr haben. Das Amerikanische hier im mittleren Westen ist schwer zu verstehen, ohne Zähne ist es als Sprache noch ein wenig ungeeigneter für meine Ohren, als ohnehin schon.. Ich erkläre den Damen das mit Sylvia und Sylvia. Da sagt die eine: " Ah, deine Frau Sylvia! Guten Tag! Wie gehts!
Ich Army, Schwäbisch Gmünd, Bamberg, Wieskirche, Frauenkathedral!" Nach einem kurzen Gespräch gehen sie des Weges und lassen mich mit dem Ort allein, der alles andere als voll des Trostes ist. Aber es gefällt mir dennoch sehr , genauso habe ich es mir gewünscht. Derlei kenne ich aus Low budget non Hollywoodfilmen, wie etwa Gas Food Lodging. Endlich kommt Sylvia wieder mit vielen Fotos von Sylvia. Das Ortschild von Sylviahat nur Sylvia auf der Speicherkarte. Wird nachgeliefert.
Und sorry, das Design hier, ist irgendwie aus dem Ruder gelaufen, kleine Bilder und komischer zentrierter Satz, kann ich hier nicht ändern. Jetzt geht es wieder highway.  Und noch Unterschied zu Europa: In Europa fahren kleine Autos mit großen Wohnanhängern, in Amerika fahren riesige Wohnmobile mit PKWs als Anhänger.

go west

Klar, wenn Amerika, dann ist Winterset ein Muss. Hier wurde `Die Brücken am Fuss gedreht. Gucken wir also eine Brücke an. Und klar, bekommen die verstrohwitweten Farmersfrauen mit, dass hier ein Fotograf an den Brücken zugange ist. Es spricht sich schnell herum, dass ich hier herumstakse und Brücken fotografieren. Also ist nach wenigen Augenblicken die Brücke mit verstrohwitweten Farmerinnen belagert und ich werde von allen Seiten zum Diner eingeladen und in der Badewanne Rücken waschen. Ich bedauere mit einem Englisch, das inzwischen so breit ist wie der Hintern eines durchschnittlichen Supermarktbesuchers, und gebe zu verstehen, dass ich nicht alleine bin. Außerdem war ich früher ein Bub und will nun das Geburtshaus von John Wayne sehen, dass sich zufällig auch in Winterset befindet. Now I can kill two birds with one Stone. Einmal die cedar bridge und dann das kleine Geburtshaus.

Dumm, dass wir keine Campingmöbel dabei haben, aber wie gut, dass das amerikanische Brot so seine Eigenheiten hat. Die Toastbrotscheibe misst ungefähr 30x30 cm und ist als Turm oder Stange in Plastik verpackt. Wenn man vier von diesen weichen Türmen nebeneinander bindet, hat man einen bequemen Hocker, wenn man viele benutzt hätte man eine bequeme Matratze. Das Brot hier bietet allen Grund Heimweh zu bekommen, wie gut, dass es Orte gibt, die da heilsam entgegen wirken...

In Kansas gibt es hauptsächlich Land, grünes Land, viel Prärie, gerade Straßen und kaum Geschäfte, um sich zu versorgen. Doch dann kommt immer wieder eine dieser Hallen, so groß wie 20 Fußballfelder mit Produkten, die alle von einer Maschine gefertigt wurden. Egal ob Käse, Brot, Wurst, Kaffee oder sonstwas. Alles schmeckt ähnlich süß, ist nur unterschiedlich verpackt. Käse,der als `Schweizer Gruyere´ angeboten wird, würden die Schweizer allenfalls als Einpackpapier für ihre Lindtschokchri vewenden. So ist das hier in Amerika. Heute Dodge City , wo immerhin echte Historie anzutreffen ist. So long.

Mittwoch, 25. April 2012

cruise america

Hi honeys, I´ve a nice place for you and a very special price. So wurden wir am campground begrüßt mit unserem Wohnmobil, das wir von Chicago nach San Francisco überführen. Im Augenblick irgendwo in Iowa. Freilich gejetlaged nach einem langen Flug auf dem ich mich mit drei Spielfilmen auf das Land vorbereitet habe. Unter anderem `Drive´, der in einer schönen Gregory Crewsdon Art gefilmt war, und man sah, was man mit scharfen Klingen alles anstellen kann. Gelandet war Amerika aber um vieles friedlicher , wir kamen in das Hilton 0`Hare, auf dem Flur oben wollte ich geich mit Dreirad hin und her und `Redrum auf die Wände schmieren, aber das erlaubte man mir nicht. Amerika muss man auch erst können lernen. So und jetzt gehe ich auf Overdrive mit der Gangschaltung und fahre weiter. Bis bald.

Mittwoch, 18. April 2012

Montag, 16. April 2012

Samstag, 14. April 2012

Donnerstag, 12. April 2012

ostern natürlich in österreich

In Österreich natürlich im Weinviertel und über Weinflaschen gestaunt...Ansonsten der österlich selektiven Wahrnehmung verfallen gewesen......und nebenbei zur Ansicht gelangt, dass Grass in erster Linie eine `persona non poeta´ ist. Nur weil man Sätze ihrer Zeilen beraubt und sie semiasiatisch untereinander schreibt, wird ihr Inhalt noch lange nicht zur Essenz. Sehr schön hierzu die FAZ. Wenn das Eichendorff und Co wüssten, was sich hier so Gedicht nennt.

Freitag, 6. April 2012

Dienstag, 3. April 2012

Montag, 2. April 2012

weltneuheit im vorabdruck

Das gestern mit den Wärmebildfilmen war natürlich ein Aprilscherz. Viele haben das bemerkt. Auf dem Bild bin ich zu sehen, dennoch Dank an die wenigen, die den Abgebildeten für Leonardo hielten. Schön, dass ich wenigsten im Wärmebildporträt Ähnlichkeit mit dem Hollywoodstar habe. Aber jetzt aufgepasst! Hier nun eine echte Weltneuheit, die dem Buchmarkt ähnlich zu schaffen machen wird, wie das e-book. Meinen neuen Roman schreibe ich in 3D! Hier exklusiv ein Auszug als Vorabdruck...

Sonntag, 1. April 2012

neuer trend

Nach 3D-Filmen jetzt auch Wärmebildfilme. Eine Welle von Remakes rollt auf uns zu.

Samstag, 31. März 2012

in sachen haifischbecken

Im Radio habe ich einen Spot gehört, mit dem Franziska van Almsick für die Bildzeitung wirbt. Sie findet die Bildzeitung gut, sagt aber: „Klar, sie ist ein Haifischbecken. Aber es ist besser im Haifischbecken schwimmen zu lernen als im stillen Gewässer.“
Hm! Der Spot soll reißerisch klingen und einen Bezug zum Schwimmen herstellen, das ist mir schon klar, aber mit der Aussage habe ich so meine Schwierigkeiten.
Ich konkretisiere einmal.
Auch ich liebe das Wasser und war in meiner Kindheit ein guter Schwimmer. Ich hielt den Bayerischen Rekord über 50 m Freistil. Leider habe ich das Schwimmen nicht weiter verfolgt und klemmte mir irgendwann nicht mehr fürs Training die Schwimmbretter zwischen die Beine sondern zum Coolsein Zigaretten zwischen die Finger und Lippen.
Dennoch: das Wasser ist genauso wie bei Heinrich auch mein Element geblieben. Ich weiß übers Schwimmen, dass es notwendig ist, es in einem ruhigen Gewässer zu erlernen, um mit dem Element vertraut zu werden. Ich würde mein Kind nie in einem Haifischbecken schwimmen lernen lassen, weil ich kein Kind ohne Beine haben wollte. Um unter Haifischen zu bestehen, muss man tauchen können, das weiß man seit Hans Hass. Tauchend dem Hai entgegen schwimmen und mit Haistock und Schreien ihm die Stirn bieten. Ein Kind, dass bei Gefahr aber wegtaucht, das würde ich auch nicht wollen.
Ruhiges Gewässer zum Schwimmenlernen ist also unabdingbar. Man braucht Kenntnisse, um für Gefahren gerüstet zu sein. Ist die Sicherheit auf diese Weise erlangt, dann kann man sich den weiteren Schwierigkeiten stellen. Ähnlich wie im Skifahren, oder im Bobfahren, oder im Autofahren, oder im Radfahren. Ich würde mein Kind auch nie auf einem Mountainbike die Zugspitze hinabschicken, damit es Fahrradfahren lernt.
Also, irgendwas stimmt mit dem Werbespot nicht. Schade eigentlich. Ich hätte die kontrovers diskutierte Zeitung gerne einmal abonniert, aber der Spot überzeugt mich nicht.

Donnerstag, 29. März 2012

arn(old-fashioned) newman

Mal wieder in Berlin gewesen und bei der Gelegenheit Bilder von Arnold Newman angesehen.
Die Galerie C/O Berlin sollte sich in Cehn eurO Berlin umbenennen, denn soviel kostet ein überteuerter Besuch in den alten Räumen der Post. Zugegeben, mit Gregory Crewdson, Annie Leibovitz, Peter Lindbergh bringen sie immer wieder namhaftes und oft gelungenes an die Wände, meist auch mit interessantem noch nicht gesehenen Filmmaterial zu den Fotografen, doch für einen eher mittelmäßigen Newman und einen Bruces Davidson die 10 Euro zu rechtfertigen versuchen die Kuratoren recht abgestandenes zu Schaum zu schlagen.
Von Arnold Newman wusste ich freilich, dass es ihn gab und ein paar seiner Ikonen kannte ich auch. Nun weiß ich, warum er mich nie so gefesselt hat wie andere Altmeister, etwa Bresson, Evans, Horst, Erwitt, Penn.
Seine Bilder sind belanglos und die Porträts gehen über bloßes Gucken der Porträtierten nicht hinaus. Außerdem wurden viele der Fotos in der Nacharbeit zurechtgeschummelt. Denn die meisten der Porträts sind Ausschnitte von großen Negativen, die belegen, dass der Meister eben nicht mit der großen Sorgfalt zu Werke gegangen ist, wie es uns der Begleittext glauben machen will. Arbeitsproben beweisen, dass etwa dieser Picasso hier einem großformatigen Negativ entstammt, mit einem zum Teil ungeordneten Hintergrund und sogar leicht schief fotografiert. Mich stört, wenn Zitate des Fotografen in ihrer Unbescheidenheit zu lesen sind, „Ich bin eine Meister des Lichts“, denn das stimmt nicht, da gab es andere wie etwa Horst P. Horst. Mich stört, wenn mittelmäßige Arbeiten durch begleitende Elogen der Kuratoren gefeiert werden, nur um aufzuwerten, was nicht aufzuwerten ist. Da sind Kuratoren nichts weiter als geschwätzige Verkäufer, die täuschen wollen. Newmans größtes Verdienst ist es, sich zu einem Zeitpunkt mit Fotografie beschäftigen zu können, als es nur wenigen Menschen vorbehalten war, lichtempfindliches Material in die Landschaft oder irgendwelchen Berühmtheiten vors Gesicht zu halten. So ist es zum Beispiel interessant ein Porträt von meinem Lieblingsmaler......zu sehen oder zu erfahren, dass es einen ....
... gegeben hat.
Ich verneige mich oft vor Meistern, aber diese Arbeiten hier fallen unter die Rubrik `Das kann ich auch´ wenn ich nur an die Leute rankomme, an die Arnold Newman rankam.
Fazit: ein überschätzter Fotograf, der Glück hatte, an Promis zu gelangen und dessen bekannteste Bilder mit dieser Ausstellung entzaubert werden. Schade um...sagen wir mal...9 Euro.