
Neues aus den Bereichen Bücher, Bilder und Banales
Mal wieder in Berlin gewesen und bei der Gelegenheit Bilder von Arnold Newman angesehen.
...zu sehen oder zu erfahren, dass es einen ....
... gegeben hat.
Diesen historischen gelben Balken aus dem vorläufigen amtlichen Endergebnisses musste ich in irgendeiner Form würdigen.
Ganz in der Manier von John Irving in dem zumindest für Autoren sehenswerten Dok.Film `John Irving und wie er die Welt sieht´ gewähre auch ich einen Blick auf meinen Schreibtisch.
Dass Beate Wedekind auch einen gut aussehende Freund hat, das fand ich nicht die wichtigste Erkenntnis. Als Beweis, dass ich was mitgenommen habe aus der Talkrunde und dem Buch, das hier vorgestellt worden ist, habe auch ich meine Gesinnung gewandelt und bin dazu übergegangen hier Online-Werbung zu schalten. Blöd wäre ich, wenn nicht. Ein Klick bringt mir 146,-- Euro. Das macht bei hundert Klicks...Na? (Wer das zahlt? Ich sag nur: der nächste Deggendorfer muss ein Niederbayer sein) Und wenn ich dann sparsam lebe und ein paar Rentner um ihr Erspartes bringe (Derlei Talente schlummern nach meiner Erkenntnis in den meisten Familien, sicherlich auch in meiner), dann kann ich mir auch Seidenanzüge kaufen und dann werde ich mir die Christine Neubauer holen,weil die ist ja jetzt irgendwie frei, oder? Dann bin ich voll im Glamour und lade die VIPs ins Käferzelt. Hätte ich schon längst machen sollen.


Gucke ich mich nach einem Bewohner um und winke ihn zu mir her. Weiß er erst mal nicht, ob er gemeint ist.
...Na sag schon... ja, genau! Das Herz.
...Übt sich träge im Versäumen,
Ich mag Gregory Crewdsons Fotografien. Nicht seine neuen Bilder aus Cinecitta, die sind von gähnender Langeweile und mit dem Anspruch an eine längst verlorenen Ästhetik der S/W-Fotografie, diese Arbeiten sind belanglos. Aber seine Serie `Beneath the Roses´ ist das beste was mir in der Fotografie seit Langem untergekommen ist. Sie ist die Antwort auf die Flut der Bilder im Internet, die die Fotografie zur Bedeutungslosigkeit verdammt hat. Ohne mit der Wimper zu zucken hatte ich mir seinerzeit das nicht gerade billige Buch gekauft. Die Fotografien fesseln den Betrachter, gehen in sein eigenes Inneres, sind fantastisch inszeniert, das Licht meisterlich gesetzt, die Aussage von beklemmender Hoffnungslosigkeit. Da will ich mal wieder meiner Verehrung Ausdruck verleihen. Wenn es sein muss bin ich ja ein hemmungsloser Hommageur. Letztens auf einer Vernissage in Berlin, bin ich gegenüber der Galerie auf eine Dämmerlicht-Szene aufmerksam geworden. Ich habe sofort meine Kamera positioniert (s.oben) und dann schickte mir die Hommage-Abteilung der Vorsehung das Mädchen in die Tür. Ich rief ihr gleich zu: "Wäre es zuviel verlangt, wenn sie sich entkleiden oder ein altes Nachthemd anziehen und so schauen, als wäre ihr längst verschollen geglaubter Vater, der den Missbrauchsverdacht nie von sich schütteln konnte, wieder aufgetaucht, was sie in eine Schockstarre versetzt und alle Trostlosigkeit und Hoffnunslosigkeit über sie kommt und alle Irritation der Welt ihnen das soziale Gefüge unter den Füßen wegzieht, sodass es einer Szene aus einem frühen Cronenberg-Film gleicht oder David Lynch. Ginge das?"
Hier etwas weiter unten im Blog habe ich in den vergangenen Tagen ein kleines neues Piratenbüchlein von mir vorgestellt. Um die Gunst des belebenden Frühjahrs zu nutzen befinde ich mich mit dem neuen Buch auf Werbetour durch Berlin. Werbetouren sind mit neuen Büchern nicht unüblich. Ich klingle also an der Haustür und frage, ob man nicht mein neues Buch kaufen wolle. Und als ob man mich erwartet hätte reagieren die meisten Berliner in sehr empathischer Art und Weise und bedienen sich des rauen Vokabulars des Piratenlebens: "Wat willste? Kieck dat de Land jewinnst, sonst kriegste eens überjebraten." Die Tür schließt sich wie ein Kanonenschlag und der Luftzug, der mir entgegenschlägt erinnert mich an eine Brise an Bord.